Fehlende Wertschätzung ist in fast allen Betrieben ein Dauerbrenner – und einer der größten Frustfaktoren für Beschäftigte. Viele Betriebsräte wissen: Das müssen wir angehen! Aber wie macht man Wertschätzung so greifbar, dass der Arbeitgeber handeln muss – und dass sich Erfolge messen lassen? Genau darum geht’s hier.
Kennt ihr das? In fast jedem Unternehmen schwebt dieses Thema über allem: Wertschätzung. Und nein – es geht nicht um ein freundliches »Morgen!« vom Chef oder ein gönnerhaftes Schulterklopfen. Die Leute spüren sofort: Das ist nicht echt. Meist erleben wir einen unterdrückten Ärger: »Wie gehen die eigentlich mit uns um?!«
Wenn neue Besen kehren …
Besonders bei Umstrukturierungen wird es deutlich: Neue Führungskräfte kommen, alles wird umgekrempelt. Beschäftigte fühlen sich wie Spielfiguren auf einem Schachbrett, hin- und hergeschoben nach Lust und Laune. Kommen dann noch externe Berater dazu, wächst oft vor allem die Bürokratie, nicht die echte Verbesserung. Dabei ist der Wunsch der Belegschaft ganz einfach: Ich werde als Mensch ernst genommen. Mein Wort zählt.
Appelle? Bringen nichts.
»Behandelt die Beschäftigten anständig!« – klingt gut, ändert aber wenig. Statt nur zu appellieren, holt euch echte Rückmeldungen von den Leuten. Startet eine Befragung. Oder besser noch: Führt eine anonyme Vorgesetztenbeurteilung ein. Sichert das Ganze in einer Betriebsvereinbarung ab. Legt fest, wie oft bewertet wird, dass der Arbeitgeber bei schlechtem Abschneiden entsprechende Maßnahmen planen und Euch und den Beschäftigten erläutern muss – und dass Ergebnisse und Verbesserungen in der nächsten Runde überprüft werden. Wichtig: Alles muss völlig transparent gemacht werden, bis hin zu Betriebsversammlungen. Denn hinter verschlossenen Türen bügelt der Arbeitgeber den Betriebsrat gerne mal ganz locker ab.
Und wenn der Arbeitgeber blockt?
Dann heißt es: Raus aus dem Hinterzimmer, rein in die Öffentlichkeit! Macht Wertschätzung zum Thema im Betrieb und bei Eurer Betriebsversammlung und stellt die Frage direkt vor allen: »Warum wollen Sie das nicht?« Lasst ihn nicht ausbüchsen.
Ein bewährter Trick: Abstimmungen mit Klebepunkten. Die Belegschaft zeigt live, was sie will – und der Arbeitgeber kann nicht wegsehen.
Wir können in einer Klausur einen bewährten und klar strukturierten Aktionsplan mit aufeinander aufbauenden Schritten besprechen, den wir auf Eure Bedürfnisse zuschneiden.
5 Schritte für den Betriebsrat
- Befragung aufsetzen – einfach, anonym, ohne Schnickschnack.
- Vorgesetztenbeurteilung einführen – und per Betriebsvereinbarung absichern.
- Datenschutz sichern – genug Leute pro Gruppe, damit niemand identifizierbar ist.
- Ergebnisse transparent machen – immer in der Betriebsversammlung, nie nur hinter verschlossenen Türen.
- Folgen einfordern – schlechte Führung muss Konsequenzen haben, finanziell und bei der Karriere, sonst bleibt alles beim Alten.
